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Montag, 3. Februar 2014

GESCHAUT/ Über die Langeweile


“A Handy Tip For the Easily Distracted” by Miranda July - NOWNESS

Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht mehr von der Künstlerin und Filmemacherin Mirandy July kenne als diesen Auszug und diese wunderbare Seite, obwohl ich schon so häufig über ihren Namen gestolpert bin. Nun kenne ich also noch diese Filmszene. -
Ich fange sonst immer nur Spinnen mit Gläsern, vielleicht sollte ich das mal auf andere Nervtöter ausweiten. Das Ende gefällt mir am besten: was fängt man nun mit der gewonnenen Zeit an? Erstmal hinsetzen und nichts tun. Die besten Ideen kommen eben mit der Langeweile. Und die hat man mittlerweile so selten, wo man sich doch ständig ablenken (lassen) kann. 

Ich denke, ich komme nicht mehr drumherum, mir mal ihren Kurzgeschichtenband zuzulegen. Denn ich möchte diese beiden und die anderen verträumt-traurig-schönen Zitate gern im Kontext lesen:

That day I carried the dream around like a full glass of water, moving gracefully so I would not lose any of it.


Bei einem Spaziergang mit dem Jungen im Januar. Bei Efeuranken an Mauern werde ich schwach.

But, like ivy, we grow where there is room for us. 
- No One Belongs Here More Than You, 2008
 

Dienstag, 7. Januar 2014

GELESEN/ Über die Dämmerung


Jetzt, wo die Wälder schon schwarz sind und die Nacht schnell hereinbrechen kann, tröste dich damit, in den klaren blauen Himmel zu blicken.
Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Bd. 1: In Swanns Welt, 1908/09 bis 1922







Sonntag, 22. Dezember 2013

GEDACHT/ Eine Liste für den Winter








1_Wirsingeintopf, Linseneintopf, Eintopf, Eintopf.
2_Einen Glühweinabend mit Sprühsahne und Schuss veranstalten.
3_Aus den im Sommer gepflückten und tiefgefrorenen Erdbeeren Weihnachtsmarmelade [mit Balsamico] kochen.
4_Brauner Lippenstift.
5_Eine Schneekatze bauen wie im letzten Jahr. Nur größer.
6_Aus.dem.Bett.kommen.
7_Ausstech-Plätzchen backen. [Diese sind's geworden. Auch mit Kardamom sehr gut.]
8_Mal wieder God is an Astronaut hören. Außerdem: Delroy Edwards.
9_Hellblau. Samt. Am besten zusammen.
10_Handschuhe nicht immer vergessen.

Fotos: Leider nicht aktuell, denn es liegt immer noch kein Schnee [Edit: auch am 1.Februar noch nicht], sondern aus Winter 2012/13.

Montag, 14. Oktober 2013

GELESEN/ Über die Wahrnehmung

Dass das Leben des Menschen nur ein Traum sei, ist manchem schon so vorgekommen und auch mit mir zieht dieses Gefühl immer herum.
J. W. Goethe: Die Leiden des jungen Werther [1786].

Freitag, 27. September 2013

GELESEN/ Über die Poesie

Es muß von selbst kommen, und nicht gesucht werden. Seine sparsame Erscheinung ist wohltätig; öfterer wird sie ermüdend und schwächend. Man kann sich nicht schnell genug aus der süßen Betäubung reißen, die es hinterläßt, und zu einer regelmäßigen und mühsamen Beschäftigung zurückkehren. Es ist wie mit einem anmutigen Morgenträumen, aus deren einschläferndem Wirbel man nur mit Gewalt sich herausziehen kann, wenn man nicht in immer drückendere Müdigkeit geraten, und in krankhafter Erschöpfung nachher den ganzen Tag hinschleppen will.

Novalis: Heinrich von Ofterdingen (1800)

Samstag, 3. August 2013

GEDACHT/ Eine Liste für den Sommer

Bald ist der Sommer schon wieder vorbei.






Was ich bis dahin noch tun will:

1_Blumen pflücken und pressen.
2_Einen Tag durch Wald und Wiesen wandern.
3_An einen Badesee fahren.
4_Ein Picknick machen.
5_Im Meer wie Neri schwimmen.
6_Eine Radtour unternehmen.
7_Viele Mojitos und Raspberry Sparkler trinken.
8_Bücher lesen, u.a. Novalis und Gogol.
9_Selbst Eiscreme (Pfirsich mit Baiserkrümeln?) herstellen.
10_Von einer Wasserrutsche rutschen.