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Sonntag, 26. Januar 2014

GELESEN/ Rêver Magazine #3

Styling/Model: Karina de Jesus, Styling/Photography: Yana Baradim
Yana Baradim


Karina de Jesus von Beach&Dress ist im Exemplar #3 für den H/W 2013/14 des Rêver Magazines mit dem Titel MINIMALIST als Model zu sehen. Purer Zucker für die Augen, ebenso der Rest des Heftes.
Zu Beginn findet sich außerdem dieses schöne Zitat:

I think perfection is ugly. Somewhere in the things humans make, I want to see scars, failure, disorder, distortion.
 - Yohji Yamamoto


Übrigens waren auch schon die ersten beiden Hefte DARKNESS&LIGHT und FANTASIA wunderschön anzuschauen, wenn auch letzteres teils etwas zu kitschig-mädchenhaft für meinen Geschmack ausgefallen ist. 
Diese Bilder eines Editorials aus #1 haben es mir dafür umso mehr angetan:



Styling: Daniela Gutmann, Model: Gabi Fulton, Photography: Johnny Rozier





Rêver Issue #3 A/W 2013-14 — MINIMALIST






















Dienstag, 7. Januar 2014

GELESEN/ Über die Dämmerung


Jetzt, wo die Wälder schon schwarz sind und die Nacht schnell hereinbrechen kann, tröste dich damit, in den klaren blauen Himmel zu blicken.
Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Bd. 1: In Swanns Welt, 1908/09 bis 1922







Montag, 14. Oktober 2013

GELESEN/ Über die Wahrnehmung

Dass das Leben des Menschen nur ein Traum sei, ist manchem schon so vorgekommen und auch mit mir zieht dieses Gefühl immer herum.
J. W. Goethe: Die Leiden des jungen Werther [1786].

Freitag, 27. September 2013

GELESEN/ Über die Poesie

Es muß von selbst kommen, und nicht gesucht werden. Seine sparsame Erscheinung ist wohltätig; öfterer wird sie ermüdend und schwächend. Man kann sich nicht schnell genug aus der süßen Betäubung reißen, die es hinterläßt, und zu einer regelmäßigen und mühsamen Beschäftigung zurückkehren. Es ist wie mit einem anmutigen Morgenträumen, aus deren einschläferndem Wirbel man nur mit Gewalt sich herausziehen kann, wenn man nicht in immer drückendere Müdigkeit geraten, und in krankhafter Erschöpfung nachher den ganzen Tag hinschleppen will.

Novalis: Heinrich von Ofterdingen (1800)

Freitag, 2. August 2013

GELESEN/ Cat girls of India



Nach der Lektüre von "Outbreak! The Encyclopedia of Extraordinary Behavior" von Hilary Evans und Robert Bartholomew versteht der eine die vielen mehr oder minder verrückten Leute, denen man so tagtäglich begegnet, vielleicht ein bisschen besser, der andere zweifelt danach vermutlich völlig an der Rationalität des Menschen. 

Die Geschehnisse, die hier geschildert werden, reichen von mysteriösen massenhaften Ohnmachtsanfällen bei Cheerleadern bis hin zu einem Nonnenkonvent, der regelmäßig stundenlang miaute, bis es ihm verboten wurde. Wenn möglich, werden den Ereignissen auch rationale Erklärungsversuche beigefügt. So gab es in den 1970er Jahren eine Reihe von Aborigine-Frauen, die begannen, Tonerde zu essen. Was erst einmal befremdlich wirkt, ist mit den sozialen Veränderungen in dieser Zeit zu erklären: die Umstellung von einer Nomaden- zu einer westliche Gesellschaft bekam den Frauen im wahrsten Sinne des Wortes nicht gut. Sie waren ihrer klassischen Aufgaben beraubt und fühlten sich nutzlos. 

Eine der schönsten Anekdoten trägt den Titel "Cat girls of India". Zwischen Juli und August 2004 sollen in Dolagobind, Hamlet, Orissa, Indien, ein Dutzend Schulmädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren Ohnmachtsanfälle erlitten haben. Doch dabei blieb es nicht: nach ihrem Erwachen verhielten sie sich wie Katzen. Sie miauten, krabbelten auf allen Vieren, kratzten. Manche verfielen auch erst in die Katzenrolle und wurden dann bewusstlos. Auch an anderen Schulen der Gegend trat dieses Verhalten auf. Die Schulen wurden vorübergehend geschlossen und es wurden verschiedene Rituale zelebriert, um die "bösen Geister" zu vertreiben. Nach ein paar Stunden benahmen sich die Mädchen wieder normal. 

Und die rationale Erklärung für dieses schräge Verhalten? Katzen gelten auch im modernen Indien noch als Symbol für Unglück, manchmal werden sie auch als die Inkarnation von Hexen betrachtet. Obsessives Verhalten gilt in der Psychologie als Schutzmechanismus, um Stress zu entgehen. Dabei spielen kulturelle Auffassungen und Schreckensbilder eine große Rolle für die Art, wie sich dieses abnormale Verhalten schlussendlich äußert - in diesem Fall waren eben Katzen die Sündenböcke. Miau.